Indigene veranstalten Massenprotest gegen das britische Unternehmen VEDANTA

Hunderte Mitglieder des abgeschieden lebenden indigenen Volkes der Dongria Kondh veranstalteten gestern in Indien eine Protestkundgebung gegen das britische Unternehmen VEDANTA, das plant, ihren heiligen Berg abzubauen. Vedanta ist in Besitz des in London lebenden indischen Milliardärs Anil Agarwal.

Die Dongria Kondh marschierten durch Bhubaneswar, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Orissa und veranstalteten eine Sitzblockade in der Mahatma-Gandhi-Straße, die zum Parlament führt.

Jitu Jakasika, ein junger Mann und Angehöriger der Dongria Kondh, sagte gegenüber der Zeitung Indian Telegraph: „Wenn das Bergbau-Projekt genehmigt wird, wird es das Ökosystem des Berges zerstören und zwei Hauptflüsse und 36 Bäche austrocknen. Hinzu kommt, dass es die Lebensgrundlagen von 10.000 Indigenen und die religiöse Heiligkeit unseres geliebten Niyamgiri Berges zerstören wird.“

Survival startete eine Kampagne gegen Vedanta und bittet die Aktionäre, darunter große britische Unternehmen wie die Coutts Bank, Standard Life, Barclays Bank, Abbey National und HSBC sowie die Räte von Middlesbrough und Wolverhampton, dringend, ihre Anlagen zurückzuziehen, sofern Vedanta seine Pläne nicht aufgibt.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Wenn Vedanta grünes Licht für dieses Bergwerk bekommt, bedeutet das den Untergang für die Dongria Kondh. Sie können ohne ihr Land als Volk nicht überleben. Die norwegische Regierung hat ihre Anteile an Vedanta bereits verkauft, andere Investoren sollten dem Beispiel folgen oder sie stehen vor Boykotten ihrer Menschenrechtsbilanz.“

Sterlite, die Tochterfirma von Vedanta, erwartet derzeitig eine Genehmigung durch Indiens Obersten Gerichtshof, um mit dem Bauxit-Abbau, dem Rohstoff für die Aluminiumerzeugung, am Niyamgiri Berg in Orissa in Ostindien zu beginnen. Die Entscheidung des Gerichts steht kurz bevor.

 

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