Kein Bergbau ohne Zustimmung der indigenen Bevölkerung

Anil Agarwal, der Vorsitzende des britischen Bergbaugiganten Vedanta, erklärte heute, dass sein Unternehmen nur dann seine Pläne für eine äußerst umstrittene Bauxitmine in Orissa weiterverfolgt, wenn die indigene Gruppe der Dongria Kondh ihre „vollständige Erlaubnis“ dazu gäbe.

Vedantas Tochtergesellschaft Sterlite wartet im Moment auf eine Erlaubnis des indischen Obersten Gerichtshofs, um Bauxit abzubauen. Dies ist das Rohmaterial für Aluminium, das in den Niyamgiri Bergen in Orissa vorkommt. Das Gericht wird vermutlich in Kürze die Erlaubnis erteilen.

Agarwal erklärte den Aktionäre in London: "Ich kann lediglich versprechen, dass wir nur zu arbeiten beginnen, wenn wir die volle Zustimmung des Gerichts und der Bevölkerung haben." Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen solch ein Eingeständnis macht, das dem internationalen Recht nachkommt, welches den Indigenen das Recht zuspricht, Entwicklungen, die ihre Zukunft einschneidend betreffen, zuzustimmen oder abzulehnen.

Vedantas Geschäftsführer Kuldip Kaura bekräftigte Herrn Agarwal, indem er betonte, "die lokale Bevölkerung muss ihre Zustimmung geben".

Ein Vertreter einer benachbarten Kondh Gruppe, der bei der Hauptversammlung anwesend war, sagte zu Agarwal: "Wir sind hier, um an Sie zu appellieren uns zu helfen, unsere Berge zu schützen. Fortschritt bedeutet für uns in unseren Bergen zu leben. Wie kann Ihre Entwicklung unseren Gott ersetzten?"

Survival Internationals Direktor Stephen Corry sagte heute: " Wir hoffen wirklich, dass Herrn Agarwals Worte an die Aktionäre heute nicht nur leere Versprechungen waren. Da die Dongria Kondh bis jetzt seinen Plänen für die Mine heftigen Widerstand leisteten, weil diese Mine sie als Volk zerstören wird, sollte Vedanta nun bekannt geben, dass sie ihre Pläne aufgeben – es sei denn die Dongria Kondh geben doch noch ihre Zustimmung."

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