UN erfährt von der Gefährdung unkontaktierter Völker

Die UN wurde von der ausweglosen Notlage eines der letzten in ganz Südamerika lebenden unkontaktierten indigenen Völker in Kenntnis gesetzt.

Survival hat beim UN-Ausschuss gegen Rassendiskriminierung (CERD) einen Bericht über die Bedrohung der indigenen Gruppen vorgelegt und wird sich heute mit Stellvertretern der peruanischen Regierung treffen.

Laut Survival ist anzunehmen, dass die Abgeordneten eine Vertagung der Anhörung erwirken und die Vorlage des seit zehn Jahren überfälligen Berichts bei CERD bis zum Ende des Jahres hinauszögern wollen.

Survival behauptet in seinem Bericht, „die peruanische Regierung gestattet die Suche nach Öl- und Gasvorkommen in Regionen, die von (unkontaktierten) indigenen Völkern bewohnt sind und sie greift nicht ein, wenn illegale Holzfäller in die Gebiete eindringen. Die Regierung versagt beim Schutz der Rechte der indigenen Gruppen, wodurch viele von ihnen schon bald vom Aussterben bedroht sein könnten.“

Im Bericht wird die CERD dringend dazu aufgefordert, „diese Themen bei der peruanischen Regierung vorzubringen und sie darum zu bitten, sich gezielt um die Anerkennung der unkontaktierten Völker, deren Rechte sowie den Schutz ihres Territoriums zu bemühen .“

Insgesamt leben schätzungsweise 15 unkontaktierte indigene Gruppen in Peru. Sie sind äußerst anfällig für jede Form von Kontakt aufgrund ihrer fehlenden Immunität gegen Krankheiten von Fremden.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Die UN kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, den nötigen Druck auf die peruanische Regierung auszuüben, damit diese die indigenen Völker in abgelegenen Gebieten des Regenwaldes schützt. Konkret heißt das, deren Rechte anzuerkennen, die Ölunternehmen und Holzfäller aus dem Gebiet zu verdrängen und dafür zu sorgen, dass zukünftig niemand mehr in ihr Land eindringt.

Lesen Sie hier den Bericht von Survival an die UN. (.pdf file, 604kb)