Indigenes Volk protestiert tanzend gegen britisches Bergbauunternehmen

Hunderte Angehörige der Dongria Kondh tanzten und sangen am Montag durch Bhubaneswar, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Orissa. Sie waren mit traditionellen Waffen ausgerüstet, um ihren Widerstand gegen die Pläne des britischen Unternehmens Vedanta zu zeigen. Vedanta will auf dem heiligen Berg der Dongria das Eisenerz Bauxit abbauen.

Das im britischen Aktienindex Financial Times Stock Exchange 100 geführte Unternehmen Vedanta, dessen größter Anteil dem in London lebenden Milliardär Anil Agarwal gehört, hat vom obersten Gerichtshof Indiens die Genehmigung bekommen, Aluminiumerz auf dem Land der Dongria Kondh abzubauen. Der Bergbau würde die Wälder und Flüsse, von welchen die Dongria Kondh abhängig sind, zerstören und außerdem ihr heiliges Land in ein Industriegelände verwandeln.

Jitu Jakesika, ein Angehöriger der Dongria Kondh, sagte bei der Demonstration: „Wir werden unseren Kampf um den Niyamgiri um jeden Preis weiterführen.“

Stephen Corry, Vorsitzender von Survival International, sagte heute: „Falls ein weiterer Beweis erforderlich wäre, dass die Dongria Kondh entschlossen sind, Vedanta zu stoppen, so wäre dies einer. Die Dongria wissen, dass die Mine sie zerstören würde. Vedanta muss die Stimme der Dongria Kondh beachten und sich von diesem Projekt zurückziehen.“

Letzte Woche hat Survival dem Verantwortlichen für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen einen Bericht vorgelegt. Dieser beinhaltete die Kernaussage: „Der Bergbau wird das, was für die Dongria Kondh heilig ist und die Ressourcen, aus welchen sie ihre besondere Identität als Volk ziehen, zerstören.“

Viele britische Banken und Rentenkassen investieren in Vedanta, unter anderem die Universitäts-Rentenkasse (USS), F&C, Standard Life, Barclays Bank, Abbey National und HBSC, außerdem die Stadträte aus Middlesbrough und Wolverhampton. Survival setzt sich dafür ein, dass die Investoren aus Vedantas Projekt aussteigen.



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