Indigenes Volk missbilligt die Ernst & Young Auszeichnung für den Vorsitzenden von Vedanta

Auf die Auszeichnung des „Indischen Unternehmers des Jahres“ für den Vorsitzenden von Vedanta, Anil Agarwal, reagierten Angehörige der Dongria Kondh mit Spott. Ein Tochterunternehmen von Vedanta plant, auf dem heiligen Berg der Dongria Kondh Bauxit, ein Eisenerz, abzubauen.

Vedanta will auf dem heiligen Berg der Dongria Kondh ein großes Tagebau-Bergwerk errichten, welches einen großen Teil des bisher intakten Waldes zerstören wird. Die natürlichen Ressourcen, auf die das indigene Volk angewiesen ist, würden nachhaltig zerstört werden, wenn das Bergwerk in Betrieb geht.

Ein Sprecher der Dongria Kondh, Jitu Jakesika, sagte heute: „Warum geben sie ihm eine Auszeichnung? Sie sollten Anil Agarwal einen Preis für die schlechtesten Menschenrechte in Indien verleihen.”

Ernst & Youngs „Globaler Verhaltenskodex“ besagt: „Wir lehnen unethisches oder illegales Verhalten von Unternehmen unter allen Umständen ab. Wir vermeiden die Zusammenarbeit mit Kunden und anderen, deren Standards inkompatibel mit unserem globalen Verhaltenskodex sind.”

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: „Unethisches Verhalten von Unternehmen beinhaltet offenbar nicht grobe Menschenrechtsverletzungen, erzwungene Vertreibungen von indigenen Völkern oder eine geschlossene Gleichgültigkeit gegenüber den ‚schweren und bleibenden Schäden, welche dieses Verhalten Menschen und Umwelt zufügt’. Das sind alles Beschuldigungen, welche erst letztes Jahr von der norwegischen Regierung belegt wurden.”

Das betrübliche Menschenrechtsregister von Vedanta veranlasste die Norweger ihre Aktien am Unternehmen im Wert von 13 Millionen US-Dollar zu verkaufen. Auch der in Edinburgh ansässige Manager Martin Currie und der BP Rentenfonds haben kürzlich ihre Anteile an Vedanta verkauft.

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