Die Situation der unkontaktierten Völker wird untersucht

Das höchste lateinamerikanische Gremium für Menschenrechte hat Berichten zufolge angekündigt, Peru zu besuchen, um „die Situation der unkontaktierten Völker in dem südamerikanischen Land zu untersuchen“.

Die interamerikanische Menschenrechtskommission hatte diese Ankündigung kürzlich während einer Anhörung in Washington gemacht. Gruppierungen, die sich für die Verteidigung der Rechte der unkontaktierten Völker einsetzen, nannten diese Ansage einen „wichtigen Schritt“.

Die Kommission meldete außerdem, sie würde die Überarbeitung des Gesetzes für die unkontaktierten Völker in Peru überwachen. Das Gesetz war 2006 verabschiedet worden; allerdings erlaubt es weiterhin die Öl- und Gasförderung auf indianischem Gebiet.

Verschiedene Menschenrechtsgruppen in Peru hatten die Kommission gebeten, den Schutz der unkontaktierten Völker in ihrem Land voranzutreiben. Darunter waren die nationale Organisation der Amazonasindianer in Peru AIDESEP, die regionale Indigenenorganisation FENAMAD und eine Organisation namens Instituto del Bien Común.


Insgesamt gibt es schätzungsweise 15 unkontaktierte Völker in Peru. Sie alle werden massiv von Holzfällern sowie den Arbeitern von Öl- und Gasunternehmen bedroht.