Aktivist für unkontaktierte Völker von Polizei gesucht

Perus wichtigster indigener Anführer steht unter Haftbefehl. Er wird beschuldigt, an einem Brandanschlag auf ein Gebäude der lokalen Regierung beteiligt gewesen zu sein.

Es handelt sich um den Präsidenten der indigenen Organisation FENAMAD, Antonio Iviche Ouique. Die Organisation hat für ihre Arbeit zu Verteidigung der Rechte unkontaktierter Völker den renommierten Bartolemé de las Casas Preis gewonnen. Iviche ist außerdem Koordinator von CIPIACI, einem Verband, der sich speziell für die Rechte unkontaktierter Völker in Südamerika einsetzt.

Iviche gehört dem Volk der Arakmbut an, das vor 50 Jahren das erste Mal mit der Außenwelt in Kontakt kam. Seitdem sind über 50% der Arakmbut in Folge dessen gestorben.

Das Regierungsgebäude geriet im Verlauf von Protesten gegen eine von der Regierung geplante Lockerung der indigenen Landrechte in Brand, die dieses Jahr stattgefunden hatten. FENAMAD hat die Anschuldigung gegen Iviche scharf zurückgewiesen.

„Es gibt keine Beweise… Die Demonstration wurde zwar von der „Alliance of Federations“, der FENAMAD angehört organisiert. Der Brand aber wurde von Außenstehenden verursacht, die die Demonstration unterlaufen hatten. Die Führung der FENAMAD hat mit dem Vorfall überhaupt nichts zu tun.“